Landeshauptstadt München
Postleitzahl:
80313
Land:
Deutschland
Bundesland:
Bayern
Regierungsbezirk:
Oberbayern
Landkreis:
München, Landeshauptstadt
Unter Bewohnern werden Umland & Natur und Sicherheit am besten bewertet, während Wohnen sowie Lebenshaltungskosten die niedrigsten Bewertungen erhalten. Besucher schätzen vor allem Sport- & Freizeitangebot und Stadtbild, jedoch bewerten sie Lebenshaltungskosten und Sehenswürdigkeiten weniger positiv.
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Wer hier her zieht sorgt nur dafür dass andere sich dumm und dämlich verdienen, soviel bietet die Stadt sicher nicht, ich rate jedem davor ab hier zu wohnen, also München ist nur eine Gelddruckmaschine für andere, du wirst nicht mal in der Lage sein zu sparen das einzige was du tun wirst ist Geld zu verpulvern. So schön ist München auch nicht, ich bin nach zwei Jahren auch wieder schon weg und das ist auch gut so, auf nimmer TSCHÜSSSSSS.
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Man muss in München stark zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen unterscheiden. Den Alteingesessenen geht es gut. Sie kennen die Stadt und werden sich maximal aus Neugierde hier informieren. Meine Erfahrungen sollen denjenigen helfen, die seit einigen Jahren in München leben oder sich mit dem Gedanken tragen, nach München zu ziehen. Lebenshaltungskosten für durchschnittliche Lebensqualität: Singles Brutto 54.000 Euro, vierköpfige Familie 114.000 Euro. Ein eigenes Auto muss bei Bedarf noch hinzugerechnet werden. Infrastruktur: Die öffentliche Infrastruktur ist aus den 60ern und wird nicht nennenswert ausgebaut. Überfüllt, heiß, alt, unzuverlässig, ärgerlich. Auf den zentralen Verkehrswegen ist alltäglich Stau. Die Parkplatzsitutation ist trotz Parkraumbewirtschaftung angespannt. Der Flughafen ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr schlecht erreichbar. Eine Fahrt dauert je nach Startpunkt bis zu einer Stunde. Und aufgrund der Unzuverlässigkeit muss man ein Vielfaches einplanen, um seinen Flug sicher zu erreichen. Arbeitsplatzsituation: Es gibt eigentlich für jeden Arbeit; aufgrund der örtlichen Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sind die Stellen aber entweder unattraktiv oder unter Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten äußerst schlecht bezahlt. Freizeitmöglichkeiten: Vorhanden, aber meist überfüllt und kaum bezahlbar. Z.B. Trampolinspringen für 20 Cent pro Minute. Viele kippen sich auch einfach die Rübe zu für 11 Euro pro Liter Bier. Beim Oktoberfest bekommt man das Trinkgeld diktiert, sonst gibt es gar kein Bier. Innovative Unterhaltung sucht man vergebens. Im Endeffekt verzichtet man dann auf die Angebote und gestaltet seine Freizeit in den eigenen vier Wänden. Kultur: Die Stadt ist historisch unbedeutend. Erscheinungsbild: Die Häuser wurden sehr pragmatisch gebaut und geben der ganzen Stadt ein monotones Bild langweiliger Fassaden und enger Straßen. Auch die neuen Gebäude sind architektonisch völlig uninteressant. Innovation: Sucht man vergeblich. Die alteingesessene Oberschicht weiß jegliche Form von Innovation zu verhindern. Die gesellschaftliche Stellung und das Vermögen wird erfolgreich verteidigt. Alles läuft wie ein Uhrwerk. Seit Jahrzehnten. Vor sich hin. Gleichberechtigung: Bayern sind im Vorteil. Wohnraum: Münchener Bewohner müssen in winzigen Wohnungen leben. Man kann es sich nicht leisten, bei Qualität und Lage wählerisch zu sein, und nimmt, was man bekommen kann. Die Vermieter führen sich auf wie Lehnsherren und diktieren die Regeln in wahlfreiem Ton. Junge Familien leiden unter dem "Lock-In" Effekt: Für den Nachwuchs wäre eine größere Wohnung notwendig, die aber aufgrund der gestiegenen Mieten nicht mehr finanzierbar ist. Man bewohnt dann weiter viel zu kleine Wohnungen, auf Kosten des Kindeswohls. Familienfreundlichkeit: Nur für Bedürftige. Und wer noch arbeitet, wird schnell in die Arbeitslosigkeit oder aus der Stadt gedrängt. München ist kein guter Ort für Kinder und daher auch nicht für Eltern. Die Kindergartenplätze sind zwar per Gesetzgebung kostenlos, sind aber kaum zu bekommen. Am Ende muss man einen privaten Kindergartenplatz für 1.000 Euro Aufnahmegebühr und 1.000 Euro Monatsbeitrag nehmen. Auch wenn die Einrichtung während der Schließzeiten oder aufgrund von Corona wochenlang geschlossen hat muss man weiter bezahlen. Freundlichkeit und Nettigkeit: Nettigkeit ist nicht freundlichkeit, das gilt ganz besonders in München! Gerade zugezogene machen hier oft Fehler. Man kann durch Nettigkeit fast alles erreichen, worauf man hinaus ist. Natürlich nur jedermann Bestes! Soziale Durchlässigkeit: Die alteingesessene Oberschicht wird immer reicher, während Hinzugezogene Singles und Familien kein nennenswertes Vermögen aufbauen können. Anspruchsvolle Hobbies oder gar Vermögenswerte wie Häuser sind nicht erschwinglich. Das führt dazu, dass man sein Leben an der Arbeit ausrichtet und sich am Abend mit Bier berauscht. Während sich die Menschen anderswo fröhlich vermehren und Familien gründen, investiert man in München die Zeit um erfolglos dem Wohlstand hinterherzurennen. Umland und Natur: Auch wenn sich München in seiner Nähe zu den Alpen suhlt, bleibt eine Bergtour eine Tagestour. Ein Zugezogener hat dafür keine Zeit, da er arbeiten oder sich auf die Arbeit vorbereiten muss. Dienstleistungssektor: Egal wo man Unterstützung benötigt - die Stundensätze sind so hoch, dass man lieber darauf verzichtet. Und so kommt es, dass viele unabhängig von ihrer eigentlichen Profession einfach alles selber machen, was irgendwie selber geht. Mit der Konsequenz, dass vieles gepfuscht aussieht und für die interessanten Dinge des Lebens trotzdem kaum noch Zeit bleibt. Entwicklung: Die Stadt hat sich gegen eine Bewerbung für Olympia, gegen eine dritte Start- und Landebahn, und gegen Gebäude größer als die Frauenkirche entschieden, denn jede Form von Veränderung gefährdet die höchst fragile Struktur von Vermögenswerten, die für viele Menschen in München alles sind, was sie besitzen, und für die sie über Leichen gehen. Dies führt leider zu absolutem Stillstand. Es scheint im Moment keinen Ausweg aus dieser Pattisituation zu geben. Konsum: München ist sehr konsumorientiert. Man identifiziert sich mit dem, was man hat. Zeigt man öffentlich Geiz, wird dies nicht gerne gesehen und wenn möglich unmittelbar sanktioniert. Dadurch wird das Schweigekartell aufrechterhalten, das der alteingesessenen Oberschicht ihr gutes Leben finanziert. Man kann nur hoffen, dass Corona gerade die jungen Bewohner zum Nachdenken bewegt, und sie ihr Glück in Zukunft wieder dort suchen, wo es mehr als nur der Glaube an eine bessere Zukunft ist.